Maria Theresia Rössler, Gudrun Sulzenbacher: Neue Lese-Rezepte. Kreative Methoden

Inhalt:
Was haben Soundtracking, Hosentaschentitel oder Leselotte mit Lesefreude zu tun? 27 kreative und interaktive Aktionen und Angebote werden im Buch für Bibliothekare und Lehrer vorgestellt, um Kindern und Jugendlichen Lesefreude zu vermitteln.

Meinung:
"Neue Leserezepte. Kreative Methoden" von Maria Theresia Rössler und Gudrun Sulzenbacher ist der Folgeband des 2005 erschienen Buches "Lese-Rezepte" von Elfi Fritsche und Gudrun Sulzenbacher, das nur noch antiquarisch erhältlich ist. Das Interesse an dem literaturdidaktischen Erstband blieb in den Jahren hoch, so daß sich die Autoren für einen Nachfolgeband entschieden haben.
"Neue Lese-Rezepte" enthält 27 Projektideen, Kindern und Jugendlichen ab Grundschulalter Lesefreude zu vermitteln. Drei Rezepte wiederholen die beiden Autorinnen aus dem ersten Band.  Es ist ein Leseförderbuch, das sich an Bibliothekare und Lehrer wendet und auf deren Kooperation zählt.
In drei Kategorien haben die beiden Autorinnen die Lese-Rezepte eingeordnet: Methoden, um Herstellungsweisen, Bedeutung einzelner Buchelemente wie Titel, Textverständnis mittels Lektorat, Bedeutung von Illustrationen beispielsweise näher kennenzulernen. In Galerie werden Projektideen vorgestellt, bei denen das Buch einer Kindergruppe präsentiert wird und mittels der Präsentation Aufgaben gelöst werden. Unter Projekte haben Sulzenbacher und Rössler Leserezepte eingeordnet, die längerfristig dauern und auf Kooperationen zwischen Bibliothek und Schule basieren. Alle Leserezepte fördern auf kreative Weise die Beschäftigung mit dem Buch, mit dem Text, machen neugierig und stärken die Lesekompetenz und Textverständnis. Die Kinder werden aktiv eingebunden.
Das Buch zeichnet eine absolute Praxisnähe in der Methodenvielfalt und in der Präsentation aus. Durchweg kreativ haben die Autorinnen die Leserezepte gestaltet, Langeweile kommt nicht auf. Für die Leserezepte benötigen die Lehrer und Bibliothekare nicht viel an zusätzlichen Materialien, die sich leicht beschaffen lassen. Die Dauer eines Angebotes umfaßt zwischen ein und zwei Schulstunden. Alle Methoden setzen auf das Miteinander in der Kindergruppe, das Gruppengefühl wird gestärkt.
Ebenso ist die Präsentation der Leserezepte im Buch hervorragend. Die Autorinnen haben die Fotoreporatge und -dokumentation als Präsentationsmittel gewählt. Jedes Leserezept ist in der Praxis erprobt worden, die Kindergruppen wurden fotografisch begleitet. Diese Fotos und eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung bilden das Leserezept. Hinzu kommt noch eine grafisch hervorgehobene Liste der zusätzlich benötigten Materialen, Räumlichkeiten und Zeit. Ebenso erklären die Autorinnen mit kurzen Sachtexten das Ziel des jeweiligen Lesrezeptes. Bücherlisten der verwendeten Bücher und Arbeitsblätter als Vorlagen ergänzen die Hilfestellung für die praktische Umsetzung.
Frisch und modern wirken die Sprechblasen in den Fotos, in denen Gefühle und Gedanken der Kinder, aber auch Aufgabenstellungen der Lehrer, Bibliothekare textlich festgehalten werden. So entsteht eine Stimmung, als wäre man live dabei.
Zudem ist jedes Leserezept durch eine andere Hintergrundfarbe von seinen benachbarten abgesetzt, was als grafische Orientierung im Buch sehr dienlich ist.
Das Praxisbuch "Neue Lese-Rezepte. Kreative Methoden" von Maria Theresia Rössler und Gudrun Sulzenbacher steckt voller kreativer, praxistauglicher Ideen zur Leseförderung. Setzt man sie um, stärken sie das Band zwischen Schule und Bibliotheken. Sie peppen den Deutschunterricht erheblich auf. Die Kinder werden aufgrund ihrer aktiven Rolle mehr als im herkömmlichen Frontalunterricht lernen. Dieses Buch gehört in jede Bibliothek und in jede Schule!

Maria Theresia Rössler, Gudrun Sulzenbacher: Neue Lese-Rezepte. Kreative Methoden
Tyrolia Verlag, Innsbruck 2016
ISBN: 978-3702235444
Ausstattung: 160 Seiten, Hardcover
Preis: 19,95 €

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Kommentare

  1. Das Buch klingt richtig toll! Ich befürchte jetzt schon, dass ich am Ende der Themenwoche eine lange, neue Bücherwunschliste haben werde...

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    1. Das Buch ist für Deine Arbeit als Grundschullehrerin wirklich bestens geeignet.
      Ich mache Dir mal den Mund wässrig: Ende der Woche gibt es noch einen Beitrag mit Literaturempfehlungen, da sind ein paar Schmankerl dabei. :-)

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    2. Ich bin wirklich sehr gespannt und ich bin mir sicher, dass du noch ein paar schöne Bücher vorstellen wirst...

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