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Posts mit dem Label "Lesefreude" werden angezeigt.

Für gute Kinderliteratur - Stoppen wir das Hamsterrad und nehmen wir uns Zeit

Liebe Verlage, liebe Pressesprecher, liebe Lektoren, liebe Autoren, liebe Illustratoren, liebe Buchhändler, liebe Bloggerkollegen, heute öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten für das Jahr 2017. Schon seit einiger  Zeit spürt man die Aufregung, Neugierde über dieses Großereignis der Buchbranche - die Verlage schicken in Newslettern und Mailings an Presse und Blogger ihre Veranstaltungshinweise, vor allem hinsichtlich marketingtechnisch großangelegter Buchveröffentlichungen, zu Autoren- und Illustratorentreffen und signalisieren aus der jeweiligen Presseabteilung heraus ihre Offenheit zu Gesprächstreffen. Im Rahmen der Buchmesse werden Preise vergeben, zeitnah erscheinen dann die Pressemitteilungen der Gewinnerverlage. Da gibt es glückliche Gesichter, offene Freude. Die Autoren berichten von ihren Treffen auf der Buchmesse. Hin und wieder - da Frankfurt auch das große Geschäft signalisiert - sieht man Autoren und Illustratoren mit ihren Mappen herumlaufen, um neue Projek...

Zusammenfassung: Was hat die Themenwoche Leseförderung gebracht? #Lesefreude

Meine Themenwoche Leseförderung ist nun schon zwei Wochen her. Es war eine gute Entscheidung, sich mit einem Thema intensiver im Blog zu beschäftigen. Oft streift man ein Thema leicht, da winkt schon das nächste einem zu. Und am Ende? Da hetzt man von Thema zu Thema und eigentlich hat man nicht viel begriffen. Was hat die Themenwoche mir gebracht? Leseförderung hat vor allem mit dem privaten Ehrenangegement zu tun: im lokalen Rahmen, ohne das große Scheinwerferlicht. Die Arbeit der Lesepaten sollten wir mehr würdigen. Die Begeisterung fürs Lesen ist in erster Linie Aufgabe der Eltern. Hier steht und fällt (fast) alles. Bibliotheken sind Kreativorte für die Leseförderung: hier wird sehr viel von den verantwortlichen Bibliothekar geleistet. In den letzten Jahren ist eine große Bandbreite an kreativen Methoden entstanden: von der Lesung (mit dem Autor), Bastelnachmittag bis zur Lesenacht. Bibliotheken versuchen stetig, in Kooperationen mit Schulen und Kindergärten die Leseförder...

#lesefreude: "Literarische Früherziehung" von von Christoph Brix

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag des Kinderbuchautors  *Christoph Brix zur Themenwoche Leseförderung. Als Wenke Bönisch von der "Kinderbibliothek" mich bat, doch einen Beitrag für ihre Themenwoche "#Lesefreude" zu schreiben, sagte ich fröhlich zu: schöne Idee! Dann aber kam ich aber ins Grübeln: was qualifiziert ausgerechnet mich, einen Gymnasiallehrer für Mathematik und - ok, das passt schon eher - Geschichte, mich dazu zu äußern? Was sollte irgendjemanden an meinen Gedanken hierzu interessieren? Auf der anderen Seite: meine Bücherregale sind brechend voll, ebenso die meiner Frau. Auch unsere Kinder lieben Bücher. Sie haben davon wahrscheinlich schon mehr als mancher Erwachsene. Lesefreude ist also durchaus vorhanden. Gut, dachte ich mir, versuche ich der Sache also mal nachzugehen, aus der ganz persönlichen (Alltags-) Perspektive. Beginnen wir mal mit einem anderen Bereich: Ich hatte meinen Gitarrenlehrer mal gefragt, was er von musikalischer Früherziehung...

Praxisbeispiel: "Das Bücher-Detektiv-Spiel" von Brigitte Endres #lesefreude

Brigitte Endres  hat viele Jahre als Grundschullehrerin gearbeitet, bis sie 2004 ihr erstes Kinderbuch veröffentlichte und sich seitdem als Kinderbuchautorin einen guten Namen gemacht hat. Ihre Kinderbücher sind unterhaltsam, lassen das Kind träumen und geben auch immer Stoff zum Nachdenken mit. Brigitte Endres hat schon während ihrer Lehrertätigkeit sich der Leseförderung verschrieben, Praxisprojekte entwickelt und an Kollegen weitergegeben. Auch als Autorin stellt sie Begleitmaterial für die schulische Bearbeitung über alle Fächer hinweg für Lehrer zur Verfügung, beispielsweise beim Kinderbuch " Als Adolf in die Falle ging " oder bei  "Das Mädchen auf der anderen Seite" . 1. Was ist das Bücher-Detektiv-Spiel? Das Bücher-Detektiv-Spiel geht auf das sog. Bookcrossing zurück. Der Gedanke, ein Buch zu nummerieren, im Internet zu archivieren und es dann mit einer Ortsbeschreibung „freizulassen“, damit es vom nächsten Leser gefunden werden kann, stammt aus den...

Stolpersteine der Leseförderung #lesefreude

In der Theorie scheint es doch recht einfach zu sein, Kindern Bücher nahe zu bringen. Die Eltern sollten so früh als möglich, mit ihren Kindern regelmäßig und gerne Bücher anschauen, als Vorbilder vor den Kinder selber lustvoll zu Büchern greifen und lesen. Sie sollten ihnen den Zugang zu Büchern so einfach wie möglich gestalten, also Bücher kaufen, mit den Kindern in die Bibliothek gehen, ihnen diesen Ort und seine Spielregeln zeigen. Im Kindergarten und in der Schule geht es weiter. Im ersteren sollten viele, altersgemäße Bücher frei zugänglich sein, die Erzieher vorlesen. In der Schule ergänzen kreative Leseideen das Lesenlernen. Doch die Realität sieht meist anders aus. Lesefreude im Elternhaus

Interview mit Dr. Simone Ehmig, Stiftung Lesen: "Wir brauchen eine Bewegung für das Lesen, die alle ins Boot holt."

Hat Ihnen der Kinderarzt bei einer der ersten U-Untersuchungen den Stoffbeutel "Lesestart" mit dem hopsenden Kängaruh, das ein Buch unter seinem Arm geklemmt hat, gegeben? Dann haben Sie an einem bekannten Projekt der Stiftung Lesen teilgenommen. 1988 gegründet hat die Stiftung Lesen mit Sitz in Mainz das Ziel, Lesen und Lesekompetenz mit Projekten, Kampagnen und Aktionen für alle Menschen jeglicher Alters- und Bevölkerungsgruppe zu fördern. Sie ist die bekannteste Organisation in diesem Bereich. Daher freue ich mich sehr, mit Frau Dr. Simone Ehmig, Stiftung Lesen, über nachhaltige Leseförderung, der gesellschaftlichen Bedeutung von Lesen, den Problemen in der Leseförderung und den Unterschied zwischen Jungen und Mädchen zu sprechen. Die Stiftung Lesen engagiert sich seit 1988 in der Leseförderung. Welche Projekte sind am bekanntesten und erfolgreichsten? Mit hoher öffentlicher Sichtbarkeit agiert die Stiftung Lesen erfolgreich und nachhaltig mit einer Vielzahl von Pro...

Basteltips: #Lesefreude durch kreative Lesezeichen

Was nehmen Sie als Lesezeichen, um die Stelle zu markieren, an der sie das Buch unterbrechen mußten? Haben Sie ein spezielles Lesezeichen? Und wie ist es bei Ihren Kindern? Haben sie ein persönliches Lesezeichen, gekauft, selbstgebastelt? Oder ist es am Ende das Stück Papierfetzchen aus einer Zeitung? Begeistertes Lesen hat viel mit den äußeren Umständen (frei zugängliche Bücherregale, Leseecke, Lesezeichen) zu tun. In einer ruhigen, gemütlichen Leseecke läßt es sich besser schmökern als auf der Türschwelle der Haustür. Beobachtet man Kinder in ihrem Tun, merkt man sehr schnell, daß sie sich mit einem Buch an solche Orte zurückziehen. Daher gehört es auch zur Aufgabe von uns Erwachsenen, solche Leseorte zuhause, im Hort, im Kindergarten, in der Bibliothek einzurichten. Letzteres ist glücklicherweise schon fast Standard. Größere Hindernisse gibt es hingegen in Hort und Kindergarten teilweise, was ich aber in einem anderen Beitrag anspreche. Neben der gemütlichen Leseecke gehör...

Warum ist Lesen wichtig? Was ist Leseförderung? #lesefreude

So wie das Baby im Film reagiert, hat es wahre #Lesefreude. Ihre Lesebegeisterung zeigten meine Kinder eine Weile auf andere Art und Weise, die uns Eltern zunächst auch überraschte. Den ersten Satz, den sie nach dem Aufwachen sagten, war nicht "Guten Morgen", sondern "Buch angucken". Und dann bestanden sie darauf, äußerten sich klar, welches Buch es sein sollte. Wie funktioniert das Lesen? Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er braucht andere Menschen für seine Existenz, mit denen er kommunizieren kann - mit Gesten, mit Mimik, mit der Körperhaltung, mit der Stimme (mündliches Erzählen) und mit der Schrift. Lesen und Schreiben gehören zusammen. Im engeren Wortsinn bedeutet Lesen geschriebene, sprachliche Gedanken zu erkennen, ihren Code zu entziffern, sie aufzunehmen und zu verstehen. Lesen ist ein äußerst komplexer kognitiver Vorgang. Es gibt keine spezielle Gehirnregion, die nur für das Lesen angelegt ist. Vielmehr benutzt der Mensch Gehirnregionen, die eige...