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Praxisbuch Sprachförderung: Elisabeth Schmitz - Und vorne geht der Elefant. 101 Mitmachideen

Foto: W. Bönisch Mit Reimgeschichten, Tischsprüchen und Sprachspielen im Kita-Alltag Sprachbildung fördern Vom Krippen- bis Grundschulalter lieben Kinder es, Reime zu hören, sich zu Liedern zu bewegen oder Geschichten zu hören. Viele Anregungen für verschiedene Anlässe wie Morgenkreis, Tischspruch, Angebote zur Sprachförderung enthalten die 101 Mitmachideen für Kinder von 0 bis 6 Jahren. Rezension des Sprachförderbuches Sprache ist der Schlüssel für das Miteinander, fürs Denken, für die Umwelt- und Selbsterfahrung. Es gleicht einem Wunder, wie Kinder in doch recht kurzer Zeit ihre Muttersprache erlernen. Nicht ohne Grund spielt die Sprache im Krippen- und Kindergartenalltag eine große Rolle. Sie taucht im Spiel auf, in den Angeboten, im Morgenkreis, bei Finger- und Bewegungsspielen, in Liedern und Versen, beim Vorlesen und Betrachten von Bilderbüchern. In zahlreichen Kindertagesgesetzen der verschiedenen Bundesländer gehört die Sprachförderung als Baustein für das spätere Lesen-...

Erzähl mir eine Geschichte

Um was geht es eigentlich beim Lesen, beim Betrachten von Bilderbüchern, beim Hören von Hörspielen? Ganz genau, es geht im Kern um das Erzählen von Geschichten - sei es Erlebtes oder seien es eigene Fantasiegeschichten. Geschichten erzählen wir uns gegenseitig jeden Tag, ohne daß es uns bewußt ist. Wenn ich meine Kinder frage, wie es im Kindergarten oder in der Krippe war, was sie erlebt haben, welches Kind welches Kostüm zum Fasching anzog, wie das Essen geschmeckt hat. Wenn ich den Kindern von meinem Alltag erzähle. Wenn sie mich früh morgens fragen, warum die Wiese, die Bäume und Blätter so einen weißen Überzug haben, und ich ihnen den Raureif erkläre. Es sind kleine und große Geschichten. Es sind Gespräche. Was haben diese Geschichten und Gespräche gemeinsam? Sie sind mündlich. Das mündliche Erzählen ist die ursprünglichste Form der Geschichtenwiedergabe. Es ist für Kinder bis zum Schulalter der erste Weg zum Mitteilen - noch vor dem Malen und Basteln. Das mündliche Erzählen stec...

"Ich"

Meine größte Lebenslehrmeisterin ist meine Tochter. Auch wenn der Satz so abgedroschen, klischeehaft ist, stimmt er doch: Durch sie sehe ich manches im Leben, im Alltag neu, entdecke es erst oder wird mir erst so recht bewußt. Zum Beispiel die Sache mit der Sprachentwicklung. Vor meinem Muttersein hatte ich mir keine so großen Gedanken gemacht, wie ein Kind die Muttersprache lernt. Ja, irgendwann fängt es mit Sprechen an, mit den einfachen Silben, die im nächsten Schritt gedoppelt werden. Das beste Beispiel dafür ist "Mama" oder auch "Papa". Die Silbe Ma wird verdoppelt, ein Wort entsteht. Gut, dachte ich mir. Und irgendwann werden sie dann die Zwei-Wort- und dann die Drei-Wort-Sätze sprechen. So geht es weiter, bis sie irgendwann so gut, grammatikalisch mit reichem Wortschatz sprechen wie wir Eltern.