Ewigkeitssonntag... oder Kinderbücher zum Thema Tod, Trauer und Verlust

Heute ist Ewigkeitssonntag. Dieser Tag gilt im evangelischen Kirchenjahr als Gedenktag für die Verstorbenen und ist der letzte Tag im alten Kirchenjahr.
Er gilt bei uns in Deutschland als stiller Feiertag und ist besonders geschützt. Dieses Jahr ist mir besonders deutlich geworden, wie eng er mit den beiden vorangegangenen Trauergedenkfeiertagen - dem Volkstrauertag und dem Buß- und Bettag - verbunden ist. Wie eine Trias stehen die Feiertage im November, kurz vor Weihnachten. Die Verbindung zu Weihnachten ist erst auf den zweiten Blick so stark. Nach dieser Woche der Stille bricht mit der gleich anschließenden Adventszeit eine frohe Zeit an, eine Lichterzeit, eine Zeit der frohen Kunde. Im christlichen Glauben ist der Erlöser geboren worden. Beide Zeiten stehen nebeneinander. Licht und Schatten.

Den heutigen Totensonntag möchte ich zum Anlaß nehmen, Kinder- und Jugendbücher zum Thema Tod, Trauer und Verlust kurz in den Mittelpunkt zu stellen.


Foto: W. Bönisch
Mein erstes Bilderbuch zu diesem Thema war Kai Lüftners "Für immer". Letztes Jahr bekam es wegen seiner eindrücklichen Art zurecht viel Aufmerksamkeit. Mit wieviel wenigen Worten soviel Trauer ausgedrückt werden kann, beeindruckte mich sehr. Wenn man die Geschichte hinter dem Bilderbuch kennt, schluckt man noch ein bißchen mehr.


Foto: W. Bönisch
Riitta Jalonens "Das Mädchen unter dem Dohlenbaum" schloß gleich als Lektüre an Lüftners Buch an. Ich saß mit einem Kloß im Hals, als ich es mir anschaute. So viele starke Sätze. Es machte peng, peng, peng. Sie schlugen ein, hielten mich gefangen. Ein Beispiel: "Niemand kann die Stelle sehen, wo es am meisten wehtut, wenn man jemanden vermisst. Mama hat auch so eine Stelle. Ich hab auf ihrem Schoß gesessen, und sie hat es mir erzählt. Ich hab nichts gesagt, nur zugehört. Wenn ich auf ihrem Schoß sitze, wird die Stelle, die niemand sehen kann, kleiner".

Foto: W. Bönisch
Nun liegen bei mir vier weitere Bilderbücher, die sich mit Trauer, Tod und Verlust beschäftigen.

  • "Der Baum der Erinnerung" von Britta Teckentrup
  • "Erik und das Opa-Gespenst" von Kim Fupz Aakeson und Eva Eriksson
  • "Mein trauriges Buch" von Michael Rosen, Quentin Blake 
  • "Nie mehr Wolkengucken mit Opa?" von Martina Baumbach
Am Freitag, dem Vorlesetag, kamen sie bei mir an. Einen ersten Einblick konnte ich schon gewinnen. Soviel sei verraten: es sind Perlen dabei.

Ich werde die Bücher im Rahmen meiner redaktionellen Tätigkeit bei Buecherkinder.de besprechen und einen ausführlichen Blogpost über sie sowie Bilderbücher zu Trauer, Tod und Verlust im Blog von Buecherkinder.de publizieren.

Meine Frage an Sie:
Welche Bilder-, Kinder- oder Jugendbücher zu dem Thema haben Sie gelesen und fanden Sie beeindruckend? Gab es einen Anlaß, die Bücher in die Hand zu nehmen? Was ist Ihnen bei dem Thema wichtig? Was finden Sie nervend? Welche Bücher würden Sie empfehlen?

Kommentare