Leipziger Buchmessefieber 2015

Seit über 7 Jahren bin ich in der Buchbranche unterwegs. Zweimal im Jahr spielt die sonst doch eher konservativ-intellektuell-zurückhaltende Branche verrückt: einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Nein, es hat nichts mit eventuellem Frühlingserwachen, Aufbäumen gegen den kommenden Winter oder gar Paarverhalten zu tun, obwohl man bei letzterem nicht so recht weiß, nein, es ist die Vorfreude auf ... die Buchmesse - wahlweise möge man Leipziger (Frühjahr) oder Frankfurter (Herbst) davor setzen.

Was ist denn an einer Buchmesse toll?


Bücher? Joa. Autoren? Auch. Verlage? Ebenso. Ja, was denn nun? Genau, dieses Kuscheltreffengefühl. Die Buchmessen sind die großen Familienfeste der Buchbranche. Um das Treffen mit Freunden, Bekannten, alten und neuen Kollegen, genau darum geht es. Dieses neugierige "Hach, Du siehst ja (kaum) älter als letztes Mal aus!", "Schicke Schuhe", "Sage mal, hast Du schon gehört....". Natürlich wird es nur in wenigen Fällen so plakativ gesagt, vielmehr stehen diese Varianten für den Satz "Hallo, Du hier? Wollen wir einen Kaffee trinken?"

Für mich ist tatsächlich auf der Buchmesse das Treffen mit Gleichgesinnten der beste Moment. Die Bücher sind der Anlaß, Anstoß, das Thema und ja auch die schöne Kulisse.

Nach kindbedingten mehreren Aussetzern bin ich dieses Mal wieder dabei. Ich mag die Leipziger Buchmesse ob ihrer heimeligen Atmosphäre und historischen Bedeutung (als Historiker ist das Pflicht) mehr als ihre Schwestermesse und freue mich auf die kommenden 2 Tage sehr.

Meine Vorbereitungen sind abgeschlossen. Visitenkarten sind geschrieben - genau, dieses Jahr gibt es handschriftliche, mit Liebe und so gemacht, die Eintrittskarte liegt bereit, der Terminkalender ist gut gefüllt.

Leipzig, ich kooooooooooooooooooommmme........... Ich freue mich so.

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