Ab 6 Jahre: Al MacCuish - Die Biene, die sprechen konnte

Foto: W. Bönisch
Inhalt:
Belle ist ein Pariser Stadtkind. Da kennt sie sich aus. Wie jedes Jahr fährt sie mit ihren Eltern im Sommer zu den Großeltern aufs Land. Wie jedes Mal bekommt sie vom Opa ein Geschenk für den Sommerferien. Dieses Mal ist es das alte Fahrrad ihrer Mutter. Belle ist begeistert und fährt gleich los. Oh. Sie verfährt sich, stürzt. Zum Glück hilft ihr eine sprechende Biene. Mit ihr entdeckt Belle die Schönheit der Natur.


Meinung:
Charme ist das erste Wort, das mir mit voller Begeisterung durch den Kopf schwirrte, als ich das Bilderbuch "Die Biene, die sprechen konnte" von Al MacCuish in den Händen hielt, das 2014 im Schweizer Verlag Orell Füssli erschienen ist.. Ich war sofort in das Kinderbuch verliebt. Charmant, elegant, leichtfüssig, reizvoll und wissensreich-unterhaltsam ist die Geschichte.
Foto: W. Bönisch
Belle, ein französisches Mädchen, lebt in Paris. Sie kennt die Stadt ganz genau. Jeden Sommer fährt sie mit ihren Eltern zu den Großeltern aufs Land. Dort bekommt sie ein Geschenk vom Opa, das sie den Sommer lang begleitet und eine wichtige Rolle spielt. Dieses Mal ist es das alte Fahrrad ihrer Mutter, mit dem sie sofort einen Ausflug unternimmt. Typisch für ein Stadtmädchen verfährt sich Belle sofort und stürzt zu allem Unglück auch noch. Hoffnungslos ist sie, als eine Biene zu ihr kommt. Es ist eine besondere Biene, denn sie kann sprechen. Sie hilft Belle und zeigt ihr das Land, den Wald, die Blumen, die Bienen, die Natur. Ein zauberhafter Sommer erlebt Belle.
Foto: W. Bönisch
"La nature est bien faite", sagt die Biene mitten in der Geschichte zu Belle ("Die Natur ist perfekt gemacht."). Es ist ein Schlüsselsatz für dieses wunderbare Erzählung. Leicht und mit französischem Charme macht Al MacCuish den Kindern beim Lesen Lust auf die Natur. "Geht raus, hört genau den Tieren und Pflanzen zu. Beobachtet sie. Erlebt Abenteuer" ruft er nicht nur seiner Figur Belle zu, sondern allen Kindern. Im übrigen versteckt er hier und da Naturwissen, wie die heilende Wirkung der Arnika bei Wunden.
Gleichzeitig zeigt er den Lesern, wie wichtig die Bienen für die Natur sind. Ohne sie gäbe es nur sehr wenig. Die Dankesworte am Ende bringen es noch einmal auf den Punkt und sind ein guter Anlaß, unsere eigenen Dankesworte an die Bienen zu finden.
Das Reizvolle am Kinderbuch ist die leichte Erzählung, die Vermeidung jeglicher mahnender, störrender, pädagogischer Zaunpfahlsworte. Man liest die Geschichte und der Rest geht unbewußt ins Herz. Gleichzeitig Al MacCuish dabei so klar in seiner Aussage. Es ist die perfekte Mischung.



Rebecca Gibbon illustrierte das Bilderbuch in genau der richtigen Art und Weise. Die an die 50iger Jahre erinnernden Bilder zaubern einen französischen Sommer auf dem Lande. Frisches Grün, fröhliches Gelb erfreuen Herz und Auge. Immer wieder findet man einfache und dennoch gut zu erkennede Tiere und Pflanzen, die man gut bestimmen kann.
Wer ein Sommerbilderbuch sucht, das leicht-charmant Lust auf Natur macht, dem empfehle ich von ganzem Herzen das wunderbare Kinderbuch "Die Biene, die sprechen konnte" von Al MacCuish. Danke an den Autor, daß er mit diesem Bilderbuch unseren Kindern die Bedeutung der Bienen ganz nebenbei zeigt.
Al MacCuish - Die Biene, die sprechen konnte. Die wunderbare Welt von Belle und der Biene
Orell Füssli, Zürich 2014
ISBN:  978-3280034781
Illustrationen: Rebecca Gibbon
Übersetzung: Aus dem Englischen von Nicole Oberholzer
Ausstattung: 32 Seiten, Hardcover
Preis: 14,95 €
Vom Verlag empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahre

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Kommentare

  1. Kinder lernen auf jeden Fall einiges über unsere wichtigen Bienen. Lediglich die vielen französischen Begriffe hätten nicht unbedingt sein müssen.

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    1. Viele französische Begriffe? Oder meinen Sie die Eigennamen. Da das Buch in Frankreich spielt, sind sie berechtigt. Und so viele sind es gar nicht.

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