Inhalt: Ab ins Musiktheater: Bei der Probe läuft es noch chaotisch, doch wie wird die Aufführung? Wo werden Kostüme genäht und wer schminkt die Schauspieler? Ein detailreiches Wimmelbuch über Oper, Operette und Musical ab 4 Jahre. Rezension des Bilderbuches ab 3: Von der Bühne blicken wir in den edel geschmückten Zuschauerraum, begeistert jubelt und applaudiert das Publikum. Die Schauspieler verbeugen sich, Rosen liegen zu ihren Füßen. Schon der Blick auf das Cover fesselt die kleinen Leser und entführt sie zugleich in eine grandiose Musiktheater-Aufführung. Auf eine Entdeckungsreise in die Operwelt nimmt Lisa Manneh in ihrem großformatigen Wimmelbuch Kinder ab 4 Jahre mit. Das Bilderbuch ist in Kooperation mit den Vereinigten Bühnen Wien entstanden. Die Illustratorin hat das Theater an der Wien als Vorlage für ihr Kinderbuch genommen. Auf 7 Doppelseiten erleben die jungen Betrachter einen Tag am Musiktheater. Zunächst erleben sie eine Probe, auf der es noch sehr chaotisch zugeht. Da s...
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Screenshot der Verlagswebseite. Foto: W. Bönisch |
Vor wenigen Wochen gab es Furore in der Kinderbuchlandschaft. Ein neuer Verlag hat sich gegründet. Sein Logo - ein Wal - fällt ins Auge. Sein Name verkündet die Entdeckung neuer Welten. Es ist der Magellan Verlag. Wie es zur Gründung kam, welche Visionen der Verlag im Kinderbuchbereich verfolgt, was es mit dem Logo auf sich hat und noch vieles mehr habe ich in einem Interview mit der Pressesprecherin Katharina Nüßlein gefragt.
Der Magellan Verlag
ist ein frisch gegründeter Kinder- und Jugendbuchverlag. Brauchen Kinder und
Eltern noch einen weiteren Verlag? Wie kommt es zur Gründung?
Natürlich hat die Welt nicht auf noch irgendeinen Kinder-
und Jugendbuchverlag gewartet. Da sind wir ganz realistisch. Aber wir glauben,
dass durchaus noch Platz ist für einen Verlag, der ganz auf hochwertige Bücher
und Autoren setzt, der etwas andere Themen behandelt, der optisch neue Cover
wagt und eigene Akzente setzt. Hinter der Gründung stehen unser Verlagsleiter
Ralf Rebscher und aktuell sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihm
gemeinsam daran arbeiten, dass genau das Wirklichkeit wird.
Was hat es mit dem
Namen und dem Logo – dem Wal – auf sich?
Mit Magellan verbindet man natürlich den portugiesischen
Entdecker Ferdinand Magellan, der neue Welten erkundet hat, neugierig und
weltoffen war und sich mutig in unbekanntes Fahrwasser begeben hat. Auch wir
wollen neugierig, mutig und offen in die Buchwelt aufbrechen und gemeinsam mit
unseren Lesern neue Welten entdecken. Dabei begleitet uns der Wal!
Wir haben lange nach einem Namen und Logo gesucht, das gut klingt, eingängig und optisch ansprechend ist sowie einen großen Wiedererkennungswert hat. Wir finden, das ist ganz gut gelungen.
Wir haben lange nach einem Namen und Logo gesucht, das gut klingt, eingängig und optisch ansprechend ist sowie einen großen Wiedererkennungswert hat. Wir finden, das ist ganz gut gelungen.
Sie bezeichnen sich
als „innovative Bücherschmiede“. Was verbirgt sich genau dahinter?
Wir haben den Anspruch, dass unsere Bücher zum Einen Inhalte
bieten, die man nicht bei jedem Verlag findet. Zum Beispiel ist „Glücksdrachenzeit“
von Katrin Zipse eine ganz besondere Geschichte, mit Figuren und Geschichten,
für die man wenig Vergleichbares findet. Zum anderen möchten wir auch optisch
innovativ sein: unsere Cover stechen hervor und haben ihren ganz eigenen Stil.
Und nicht zuletzt geht es uns auch darum, neue Autorinnen und Autoren zu
entdecken und zu etablieren.
Wollen Sie sich
thematisch und altersgruppenmäßig konzentrieren oder sogar spezialisieren?
Wir bieten tatsächlich altersmäßig alles an: vom Pappbilderbuch
ab 2 Jahren bis zum Jugendroman ab 15 Jahren. Nur auf eine eigene Erstlesereihe
haben wir verzichtet, da das Angebot hier wirklich groß genug ist. Damit sind
wir im Kinder- und Jugendbuchbereich seit über 25 Jahren die erste unabhängige
Neugründung, die mit einem Angebot für alle Altersklassen an den Start geht.
Auch thematisch kann man nicht von einer wirklichen Spezialisierung sprechen.
Bei uns wird man aber keine klassische Fantasy finden, gerade im Jugendbuch
eher realistischere und anspruchsvolle Stoffe. Aber wir möchten uns hier gar
nicht zu sehr einschränken: es gibt eine Menge guter Stoffe zu entdecken – und
wenn die Bücher in unser Programm passen, freut uns das!
Wie war bisher die
Reaktion von Kindern, Eltern, Buchhandel und von den Verlagskollegen auf Ihren
Start?
Wir waren überwältigt von der positiven Aufnahme, nachdem
wir mit unserer Homepage und unserem Facebook-Auftritt online gegangen sind.
Hier kam das Programm sehr gut an. Aber auch aus den Buchhandlungen kamen schon
die ersten positiven Reaktionen. Wir hoffen, dass das so weitergeht.
Wie halten Sie es mit
E-Books? Werden Sie sie publizieren?
Wir haben uns bewusst gegen E-Books entschieden. Nicht, weil
wir sie für unwichtig halten, sondern weil wir unsere Kompetenz an anderer
Stelle sehen. Unsere Bücher – alle im Hardcover – sollen als kleines Kunstwerk
wirken: Optik und Haptik spielen da eine große Rolle. Was uns neben dem Inhalt
an Büchern wichtig ist, können wir im E-Book einfach nicht transportieren. Wir
glauben aber auch, dass es da draußen noch genug leidenschaftliche Leser wie
uns gibt, die genau das schätzen. Die ersten Reaktionen bestätigen uns darin.
Suchen Sie einen
bestimmten Typus an Kinderbuchautoren und -illustratoren? Dürfen sich
Interessierte bei Ihnen melden?
Wir freuen uns über Autoren und Illustratoren, die sich bei
uns melden. Einen genauen Typus einzugrenzen ist natürlich schwer. Ich glaube,
im Laufe des Interviews ist klar geworden, in welche Richtung es bei uns gehen
soll. Dazu sollten Interessierte passen. Ein Blick in die aktuelle Vorschau
bzw. auf unsere Homepage ist da hilfreich.
Neue
Kinderbuchautoren und -illustratoren haben es schwer, sich in Deutschland einen
Namen zu machen. Oft werden eher internationale Bestseller als Lizenzen
eingekauft. Wie sehen Sie die Thematik?
Wir versuchen möglichst viel mit deutschsprachigen Autoren
zusammenzuarbeiten. Im Startprogramm ist das Verhältnis von deutschen Autoren
zu Lizenzen etwa 50:50. Wir arbeiten daran, dass das in den folgenden
Programmen noch mehr zugunsten deutscher Autoren ausfällt. Wir haben eine ganze
Reihe Debütautoren im Programm, mit einigen davon sind auch schon weitere
Projekte geplant. Wenn wir glauben, ein spannender Lizenztitel sollte auch
seine deutschsprachigen Leser finden, dann kaufen wir auch fremdsprachige Titel
ein. Aber auch hier muss es nicht immer der internationale Bestseller sein:
viele Perlen warten darauf entdeckt zu werden.
Ganz zum Schluss: was
ist für Sie ein gutes Kinder- und Jugendbuch?
Eines, das Lust auf’s Lesen macht, mich beim Lesen gefangen
nimmt, mit einer Geschichte, die mich nicht mehr loslässt, auch wenn der letzte
Satz gelesen ist. Ein Buch mit Figuren, mit denen ich mitfühle, die mir am
Herzen liegen und durch die ich im Besten Fall auch etwas über mich selbst
lerne. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung – da würde jeder Kollege
bestimmt etwas ganz anderes sagen. Und das ist auch gut so!
Vielen Dank fürs Interview, Frau Nüßlein. Ich wünsche dem Verlag und seinen Mitarbeitern alles Gute, schöne Bücher, begeisterte Leser und viel Erfolg!
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