Bilderbuch über den Tod: "Ente, Tod und Tulpe" von Wolf Erlbruch

Diese Kinderbuch-Empfehlung ist eine Rezension der angehenden Erzieherin Denise Eichner, die sich im Rahmen Ihrer Ausbildung intensiv mit dem bekannten Bilderbuch "Ente, Tod und Tulpe" von Wolf Erlbruch befasst hat. Ich freue mich über diese Kinderbuch-Besprechung sehr. Inhalt: Intuitiv spürt die Ente, dass ihr Lebensende naht. Der Tod beruhigt sie und lächelt; sie braucht keine Angst zu haben. Er „[…] war schon immer in der Nähe […], nur für den Fall.“ Es entsteht eine innige Freundschaft, die Ente und Tod dazu anregt, über den Tod zu philosophieren. Als die Ente zu frieren beginnt, wärmt sie der Tod und begleitet sie auf ihre letzte Reise. Auf diese Weise verabschiedet sich der Tod von seiner Freundin, der Ente.

Kinderbuch ab 7 Jahre: Steffi Bieber-Geske/Nicole Grom - Abenteuer im Spreewald

Urlaub im Spreewald mit dem Kinderreiseführer:  Steffi Bieber-Geske/Nicole Grom - Abenteuer im Spreewald, ab 7 Jahre, Biber & Butzemann
Inhalt:
Lilly und Nikolas verbringen mit ihren Eltern die Osterferien im Spreewald. Nicht nur spannende Ausfllüge zur Wendenburg Raddusch, nach Lehde ins Freilichtmuseum oder in die Spreewaldtherme erleben sie. Sie finden im Ferienhaus ein altes Tagebuch. Was steht da drin? Und wem gehört es?


Rezension:
Der Kinderbuchverlag Biber & Butzemann hat sich auf unterhaltsame, spannende Kinderreiseführer spezialisiert. Neu im Programm ist das Kinderbuch "Abenteuer im Spreewald. Lilly, Nikolas und das geheimnisvolle Tagebuch" von Steffi Bieber-Geske und Nicole Grom, im Frühjahr 2019 erschienen.
Das Geschwisterpaar Lilly und Nikolas, die mit ihren Eltern herrliche Urlaube quer durch Deutschland erleben, fahren in den Osterferien in den Spreewald. Dort verbringt die Familie eine erlebnisreiche Woche. Ein altes, typisches Spreewaldhaus aus Holz mit gekreuzten Schlangen am Dachgiebel, ist ihr Ferienhaus. Auf dem Boden entdecken die Geschwister ein altes Tagebuch, das vor 170 Jahren der Wendenjunge Juro geschrieben hat. Neugierig versuchen die Kinder, das Buch zu lesen und stoßen gleich auf die erste Hürde. Es ist in alter deutscher Kurrentschrift geschrieben. Dank dem Internet gelingt es ihnen mühsam, die Texte zu entziffern.
Die Kinder halten den Fund vor ihren Eltern geheim. Es ist ihr Schatz. Stück für Stück lesen sie es in den Ferien. Was steht da drin? Und gibt es heute noch Nachfahren von Juro?
Geschickt verbinden die beiden Autorinnen die Geschichten um das Tagebuch mit den Ausflügen der Familie. Jeden Tag erkundet die Familie die Region wie die Slawenburg in Raddusch, das Freilichtmuseum in Lehde, eine Paddelfahrt auf den Fließen oder Baden in der Spreewaldtherme, wo sie fast mit Pinguinen schwimmen können. Es sind Entdeckungen und auch Ausflugshinweise abseits der großen Touristenpunkte, die man hier mitbekommt. Alle Ziele sind für Kinder ab Kindergartenalter gut geeignet. Ein großer Pluspunkt fürs Buch. Hier kann für den eigenen Urlaub aus dem vollen schöpfen und sich viele Anregungen holen.
Natürlich deutet schon die Reisezeit von Lilly und Nikolas einen inhaltlichen Schwerpunkt an: es geht auch viel um die Osterbräuche: welche gibt es, was bedeuten die Muster auf den verzierten Eiern, welche Techniken gibt es, warum gibt es das Osterfeuer. Mit dem Buch, den Erzählungen dazu kommt man in die richtige Osterstimmung. Trotzdem ist es auch für jede andere Jahreszeit bestens geeignet.

Historische Informationen in Tagebuchform

Wirklich sehr gut ist der Teil um das Tagebuch gelungen. Es ist ein Kniff, den Kindern die Wenden, ihre Bräuche, Traditionen, früheres Leben, die Geschichte der Region näher zu bringen. Lebendig, anschaulich taucht man in die vergangene Zeit ein. Die Kinder werden bei der Beschreibung des mühevollen Waschtages, der wenigen freien Spielzeit, des wertvollen, wenigen Spielzeuges sehr viel Nachdenkliches mitbekommen. Es ist ein guter Anlaß, über viele Arbeitserleichterungen heute und dem Wohlstand zu reden.

Ganz am Ende verbinden Steffi Bieber-Geske und Nicole Grom geschickt die beiden Erzählstränge zu einem guten Ende zusammen. Das Buch wird rund.
Die ersten Umschlagsseiten vorne zeigen eine Übersichtskarte, in der mit kleinen Symbolbildern die vielen Ausflugsziele im Spreewald eingetragen sind. So bekommt man einen guten Übernlick.
Sahnehäubchen im Buch sind die vielen grandiosen Bilder, Szenen und Vignetten von Claudia Meinicke. Mit Aquarell oder Tuschezeichnungen gibt sie dem Buch das richtige Spreewaldgefühl. Feingliedrig, realistisch, die Zeit erfassend sind ihre Illustrationen über Gebäude, Tiere, Ostereier. Besser als jede Fotografie. Allein die Bilder sind ein Kauf des Buches wert.
Wer mit seinen Kindern einen literarischen Urlaub verbringen will, den Spreewald entdecken möchte oder ganz einfach tolle, erlebnis- und abwechslungsreiche Anregungen für seinen eigenen Urlaub im Spreewald holen möchte, dem empfehle ich den erzählenden Kinderreiseführer "Abenteuer im Spreewald. Lilly, Nikolas und das geheimnisvolle Tagebuch" sehr. Es ist ein erholsames Abtauchen, eine unterhaltsame Auszeit. Es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen. Und der Spreewald wird jetzt noch mehr begeisterte Besucher mit dem Buch bekommen. So soll es sein.
Bibliographische Angabe zum Kinderbuch:
Steffi Bieber-Geske/Nicole Grom - Abenteuer im Spreewald. Lilly, Nikolas und das geheimnisvolle Tagebuch
Biber & Butzemann, Schöneiche 2019
ISBN: 978-3959160506
Illustration: Claudia Meinicke
Ausstattung: 128 Seiten, Hardcover mit Lesebändchen
Preis: 14,50 €
Vom Verlag empfohlenes Lesealter: ab 7 Jahre

Weitere ähnliche Kinderreiseführer habe ich im Blog hier besprechen.


*Direkt beim Verlag bestellbar oder überall im Buchhandel erhältlich.

Über geniallokal.de können Sie online Ihre Bücher bequem von zuhause bestellen und beim Buchhändler in Ihrer Nähe abholen.

Mit einem Einkauf über Amazon unterstützen Sie meinen Blog, vielen Dank: https://amzn.to/2ECBqAh

Online-Buchhändler mit sozialem/ökologischem Engagement (Auswahl) sind fairmondo.de, buch7.de, fairbuch.de oder ecobookstore.de.

(*) Nach dem Telemediengesetz sind Links auf Verlage, Shops und Affiliate-Links (hier: Amazon) als Werbung zu kennzeichnen, übrigens ganz unabhängig davon, ob das Buch ein Rezensionsexemplar ist oder selbst gekauft wurde. Meine Meinung zum Buch ist immer unabhängig. Die Links verstehe ich als Service für meine Blogbesucher.

Kommentare